Rückblick auf bisher vergebene Förderpreise

Die Stiftung unterstützt die Durchführung kultureller, kunstbildender und wissenschaftlicher Veranstaltungen genauso wie Vorträge, Kurse und andere Veranstaltungen kultureller, kunstbildender, wissenschaftlicher oder belehrender Art auf dem Gebiet der Architektur und Planung. Es werden Preise für herausragende Leistungen verliehen und Stipendien zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich Architektur und Planung gewährt.

2016

Am 03. Mai 2016 wurden durch die Professor Albert Speer-Stiftung zwei Promotionsstipendien am Internationalen Doktorandenkolleg „Forschungslabor Raum“ der TU Wien verliehen.

Das Internationale Doktorandenkolleg richtet sich an besonders qualifizierte Personen aus unterschiedlichsten Fachgebieten mit Raumbezug, die sich im Rahmen einer Doktorarbeit (PhD) der intensiven, wissenschaftlich-kreativen Auseinandersetzung mit schwierigen raumrelevanten Fragestellungen widmen möchten, vor allem hinsichtlich der Suche nach tragfähigen und innovativen Lösungsansätzen zur Entwicklung urbaner Transformationslandschaften von nationaler und europäischer Bedeutung.



Beteiligten Professuren:

Prof. Dr. Michael Koch | HafenCity Universität Hamburg

Prof. Markus Neppl | KIT (Karlsruher Institut für Technologie)

Prof. Dr. Bernd Scholl | ETH Zürich

Prof. Dr. Walter Schönwandt | Universität Stuttgart

Prof. Dr. Andreas Voigt | TU Wien

Prof. Dr. Udo Weilacher | TU München

Rahmenthema für das Curriculum des Doktorandenkollegs 2013 – 2016 bilden urbane Transformationslandschaften. Der vielfältige Wandel im Bereich der Lebensräume mit einer vorwiegend nach innen gerichteten Siedlungsentwicklung, Veränderungen im Bereich Mobilität, Landschaft, Demografie, Energie und nicht zuletzt Klima erfordern integrierte und veranschaulichbare Strategien und Konzepte für die ganzheitliche Transformation.

Die von der Professor Albert Speer – Stiftung vergebenen Promotionsstipendien erhielten:

Anna Kirstgen / HafenCity Universität Hamburg

In ihrer Arbeit mit dem Titel „Raumreiz“ untersucht Anna Kirstgen, in welcher Weise gestalteter öffentlicher Raum auf seine Nutzerschaft wirkt. Kann es beispielsweise durch Setzen von „Raumreizen“ gelingen, auch „anästhetische“ Stadträume wiederzubeleben? Die wissenschaftliche Reflexion soll zu einer Neuentdeckung des Begriffs der „Wahrnehmung“ bei der Gestaltung des öffentlichen Raums beitragen.

Bettina Wyzz / KIT (Karlsruher Institut für Technologie)

Bettina Wyzz widmet ihre Arbeit mit dem Titel „Zu Hause im Quartier?“ dem Thema der Ortsverbundenheit und deren räumlicher Verortung. Anhand einer Studie am Beispiel des Quartiers Wiplingen in Zürich wird untersucht, was genau „Ortsverbundenheit“ bedeutet und wie diese die Lebens- und Wohnqualität in Stadtquartieren fördern kann.

seit 2014

Ein hochrangiges Internationales Symposium zur Eisenbahn- und Raumentwicklung in europäischen Metropolregionen im April 2015 wird das Stiftungs-Projekt Rail and City – CODEATHENS (Corridor development in the Metropolitan Region of Athens) inhaltlich unterstützen. Zudem sollen durch eine in der Folge stattfindende Seminarwoche mit Studierenden der ETH Zürich, der Universität Patras und der Universität Athen Ideen für einen neuen Zentralbahnhof und ein städtebauliches Umfeld erarbeitet werden.

Griechenland steht vor großen Herausforderungen. Die gegenwärtige Krise ist ein tiefer Einschnitt in die Geschichte des Landes. Die Krise ist aber auch eine Chance. Um auf einen nachhaltigen Pfad der Entwicklung zu kommen, sind Investitionen in die Infrastruktur des Landes gerade jetzt von zentraler Bedeutung. Sehr oft aber werden umfangreiche Investitionen durch unvorhergesehene Hindernisse und Schwierigkeiten komplexer Aufgaben blockiert. Es kommt deshalb darauf an, durch Know-how-Partnerschaften die an der Klärung solcher Schwierigkeiten betroffenen Schlüsselakteure zusammenzubringen und durch neue Ideen, Methoden und Instrumente zu Lösungen zu kommen.

Ein solches Beispiel ist die Eisenbahnverbindung von Athen nach Thessaloniki als Bestandteil des Transeuropäischen Netzes und der Achse Wien - Athen. Eine durchgehende, schnelle und verlässliche Verbindung ist ein strategisches Projekt erster Güte und ist eine Schwerpunktaufgabe von nationaler und europäischer Bedeutung.

Im Juni 2015 findet eine gemeinsame Seminarwoche von Studierenden aus Athen, Patras und Zürich statt. Sie dient dazu, mit den Erkenntnissen des Symposiums und weiteren Grundlagen und Erfahrungen Ideen für den neuen Hauptbahnhof von Athen und sein städtebauliches Umfeld zu erarbeiten. Die gemeinsame Seminarwoche wird, unter Beizug geeigneter fachlicher Unterstützung, federführend von der ETH Zürich, Professur für Raumentwicklung organisiert.

PDF Downloads:
Konzeptbeschreibung ETH Zürich
CODE Athens – Railways & City Development

Aktuelle Veranstaltungen vom 15. bis 20. Juni 2015:
Veranstaltung am 17. April 2015:

2005

Thema des Preises 2005/2006 war die „Stadt- und Regionalentwicklung in der Bundesrepublik Deutschland unter Berücksichtigung demographischer Simulationsrechnungen/Prognosen“. Im Unterschied zu den Ausschreibungen des Förderpreises der Professor Albert Speer - Stiftung in der Vergangenheit überrascht die geringe Beteiligung 2005/2006 (15 Arbeiten).
Es ist festzustellen, dass bei der Mehrzahl der eingereichten Arbeiten das statistische Denken schon 2020 endet. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, ist das Studium entsprechender Quellen oberflächlich, unkritisch oder mangelhaft, nicht wissenschaftlichen Anforderungen entsprechend. Während Geographen und Planer das Thema „Demographie“ zumindest analytisch erörtern, begreifen Architekten ihre Aufgabe vorwiegend als formal-ästhetische Bewältigung von Baumaßnahmen meist ohne jedweden demographischen Bezug.
Grundsätzlich sind die Arbeiten stärker im analytischen Teil, verschließen sich aber der konzeptionellen Umsetzung. Es scheint eine Art von Blockade, Desinteresse, Nicht-Wahrhaben-Wollen im Denken vieler Studenten vorzuherrschen, im Kontext mit Demographie „Bilder für die Zukunft zu erzeugen“, die nicht das Thema Wachstum und Entwicklung, sondern „Schrumpfung“ oder  „Rückbau“ zum Gegenstand haben. Was die angehenden Architekten angeht, wird die demographische Entwicklung eine als eine eher zu vernachlässigende Störung ihres kreativen Schaffens empfunden oder negiert.

Die Jury

Prof. Dr. Herwig Birg (em.)
Bevölkerungswissenschaft/Demographie, Universität Bielefeld

Prof. Dr. Ingeborg Flagge
Direktorin des Deutschen Architektur Museums

Dipl.-Ing. Friedbert Greif
Geschäftsführer der AS+P Albert Speer + Partner GmbH

Dr. Frank Schirrmacher
Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Prof. Dr.-Ing. Gerhard Steinebach
Lehrstuhl für Stadtplanung an der Technische Universität Kaiserslautern

Prof. Dipl.-Ing. Christiane Thalgott
Präsidentin der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, Stadtbaurätin in München

hat am 23. Juni 2006 in der in der Ausschreibung angekündigten Zusammensetzung getagt und erkennt an, dass die festgestellten Defizite nicht allein den Studierenden anzulasten sind und beschließt, je zwei Preise à € 5.000,- und à € 3.000,- für jene Arbeiten zu vergeben, die sich dem Thema weitestgehend nähern.

 

€ 5.000,-
Wilhelmshaven - Raum für Neues
Projektarbeit  TU Hamburg-Harburg
Verfasser: Denise Alberts, Anne Henftling, Inga Kämpf, Sara Nierhoff, Urte Seefeldt

Download Pläne (3,8 mb)
Download Text (5,1 mb)

Lokale Identität als endogenes Entwicklungspotential ostdeutscher Kleinstädte. Das Beispiel Luckau
Diplomarbeit  Technische Universität Dresden - Fakultät für Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften - Institut für Geographie
Verfasser: Anke Borner

Download Text (0,4 mb)
Download Anhang (0,9 mb)

 

€  3.000,-
Die demographische Alterung Deutschlands – Wohnquartiere für ein selbstbestimmtes und selbständiges Leben im Alter
Diplomarbeit  Universität Dortmund – Fakultät Raumplanung

Verfasser: Volker Kreuzer

Download Text (12 mb)

  

Auswirkungen der demographischen Alterung auf die öffentliche Infrastruktur Eine geographische Untersuchung neuer Rahmenbedingungen, veränderter Problemstellungen und möglicher Lösungsansätze
Diplomarbeit  Universität Hamburg – Institut für Geographie
Verfasser: Christoph Adam

Download Text (4,5 mb)

2002

 

Anlässlich einer Gedenkfeier zum 100. Geburtstag von Walter Kolb am
22. Januar 2002 in der Paulskirche hat Prof. Albert Speer in seiner Rede (pdf-download) den Vorschlag gemacht, „dass Städtebau-, Architektur- und Verkehrsplanungs-Lehrstühle mit ihren Studenten der Technischen Hochschulen aus Deutschland und den europäischen Partnerstädten der Stadt Frankfurt eingeladen werden, planerisch in die Zukunft zu spekulieren. Sie sollen sich ein Bild vom heutigen Zustand der historischen Innenstadt machen, die Projekte und Vorstellungen der Stadt und der Frankfurter Architekten kennen lernen und in ihren Seminarentwürfen oder Diplomarbeiten ohne reale Zwänge und Rücksicht auf Koalitionen mit Mut zum Experiment nachdenken, wie der historische Stadtkern Frankfurts Mitte des 21. Jahrhunderts aussehen könnte.

Die Stiftung hat diese Anregung aufgenommen und mit Unterstützung

der Walter Kolb Stiftung,
 der FAZIT-Stiftung,
 der Stadt Frankfurt am Main,
des für Städtepartnerschaften zuständigen Hauptamtes,
 des Deutschen Architekturmuseums und
des Lehrstuhls für Stadtplanung der Universität Kaiserslautern

2002 einen entsprechenden Wettbewerb ausgeschrieben und durchgeführt:

Internationaler Walter-Kolb-Städtebaupreis
 Zukünftige Gestaltung der Frankfurter Innenstadt

Insgesamt 44 Studenten und Studentengruppen von 14 deutschen und
3 europäischen Hochschulen haben sich mit vornehmlich sehr qualitätsvollen Entwürfen, dargestellt in Plänen, Beschreibungen und einem Modell, an dem Wettbewerb beteiligt.
Die Beurteilung und Auswahl der preiswürdigen Beiträge erfolgte am Donnerstag den 26. Juni 2003 durch ein Auswahlgremium unter Vorsitz von

Prof. Dipl.-Ing. Helmut Ahuis.

Für die Juroren

Prof. Dr. Ingeborg Flagge

Dipl.-Ing. Friedbert Greif
Dr. Klaus Peter Krause
Dr. Hans-Bernhard Nordhoff
Prof. Dipl.-Ing. Albert Speer
Prof. Dr.-Ing. Gerhard Steinebach
Dipl.-Ing. Dirk Zimmermann

waren neben dem Gesamteindruck des Konzepts, die Baustruktur, Gliederung des Freiraums und Verkehrskonzeption von maßgeblicher Bedeutung. Unter den eingegangenen Entwürfen wurden insgesamt sechs Arbeiten ausgezeichnet, wobei vier Preise in der Bewertungskategorie "realitätsbezogen" und zwei Sonderpreise in der Kategorie "städtebaulich-visionär“ vergeben wurden. Das einstimmige Votum des Auswahlgremiums bezogen auf die Rangfolge und Verteilung der ausgelobten Preissumme € 25.000,– ist:

1. Preis:
Michal Obarzanowski, Michal Górski, Kinga Raczak
Betreuung: Dr. Wojciech Wicher
Institute of Urban Design CUT, Krakau, Polen
€ 9.000,-

2. Preis:
Susanne Dey, Jutta Kempf, Daniela Schwemmer
Fachhochschule Frankfurt

€ 6.000,-

3. Preis:
Dennis Jercke, Stefanie Nau, Nikolas Postel, Corina Schöne,
 Christoph Schütz

Fachhochschule Frankfurt
€
3.000,-

3. Preis:
Daniel Meer, Hanno Ehrbeck
RWTH Aachen
€ 3.000,-

Sonderpreis:
Karsten Harz, Janina Freund

Technische Universität Kaiserslautern
€ 2.000,-

Sonderpreis:
Denise Härtel, Matthias Lovis, Dirk Steinbach
Bauhausuniversität Weimar

€ 2.000,-

Alle 44 Arbeiten waren vom 1. bis 9. Juli im Institut für Stadtgeschichte/Karmeliterkloster ausgestellt. Am Montag, 30.06.2003 um 17 Uhr, wurde die Ausstellung von Oberbürgermeisterin Petra Roth eröffnet. Es sprachen zudem Dr. Klaus Peter Krause, Geschäftsführer der FAZIT-Stiftung und der Vorsitzende des Auswahlgremiums Prof. Dipl.-Ing. Helmut Ahuis.

2000

 

Der zweite Förderpreis wurde im Jahr 2000 ausgeschrieben und 2001 vergeben. In der Ausschreibung hieß es: "Im Einklang mit dieser thematisch bewusst weit gefassten Zielsetzung (des Stiftungszwecks) ist der Preis des Jahres 2000 einer deutschsprachigen Dissertation oder Diplomarbeit einer Hochschule in Deutschland, Österreich oder der Schweiz vorbehalten, die sich umfassend und richtungweisend mit dem Thema „Ökologische Stadtplanung (Agenda 21)“ befasst. Zum Stichtag, dem 30. Juni 2000, waren 16 Arbeiten eingegangen, die gemäß vorab entwickelter Kriterien überprüft und bewertet wurden. Die öffentliche Preisverleihung fand am 21. Juni 2001 im Rahmen einer akademischen Feier an der Universität in Kaiserslautern statt.

1. Preisträger:
Dipl.-Ing. Rolf Messerschmidt - Universität Stuttgart
Diplomarbeit "NetzWerkZeug Nachhaltige Stadtentwicklung - Anwendung Karlsruhe Südost"
(im Internet unter www.netzwerkzeug.de publiziert)

DM 10.000,-

2. Preisträger:
Dipl.-Ing. Hernan Guillermo Trinanes - Universität Graz
Diplomarbeit "Cayenne: blurred and pittoresque - the dithering of a tropical town - Strategien zur Urbanisierung peripherer Gefügefragmente in einer äquatorialen Stadt"

DM 5.000,-

2. Preisträger:
Dipl.-Ing. Gordon Warneburg / Dipl.-Ing. Dirk Zaloga
- RWTH Aachen
Vertiefungsentwurf "Zwischenstadt Oberhausen - Sterkrade"

DM 5.000,-

Lobende Anerkennung:
Dipl.-Ing. Gudrun Müller
- Universität Kaiserslautern
Diplomarbeit „Nachhaltige Stadtentwicklung im Zuge der Konversion“ (WS1999/2000) Beispiel Landau i.d. Pfalz – Kasernengelände „Foch-Estienne“

Lobende Anerkennung:
Dipl.-Ing. Tina Andric / Dipl.-Ing. Sigrid Busch -
Universität Stuttgart
Diplomarbeit „Ludwigshafen – Transurbane Strategien“ (WS 1999/2000)

1995

Dem Stiftungszweck entsprechend wurde 1995 erstmals ein Förderpreis zum Thema „Ökologie und Stadt“, „Ökologischer Städtebau“, „Ökologischer Stadtumbau“ für junge Stadtplaner ausgeschrieben und im Juli 1996 vergeben.

Insgesamt wurden 27 Diplomarbeiten von 16 Hochschulen eingereicht. 10 Arbeiten kamen in die engere Wahl.

Die Diplomarbeit von Herrn Dipl.-Ing. Martin Sasse, Gesamthochschule Kassel, wurde als beste deutschsprachige Diplomarbeit zu dem vorgegebenen Themenbereich ausgezeichnet (Preisträger DM 8.000.-, Hochschule
DM 2.000,-).

Die große Resonanz und die sehr gute Qualität der Arbeiten hat das Kuratorium veranlasst, zwei weitere Arbeiten zu belobigen. Es waren die Diplomarbeit von Frau Dipl.-Ing. Andrea Schröttner, Universität Graz (DM 2.500,-) sowie die gemeinsame Arbeit von Frau Petra Brandner und Henrike Neumann, Universität Kaiserslautern (DM 2.500,-).